A-Jugend kassiert Dämpfer in Neubrandenburg

Mit 27:40 (15:19) musste sich die A-Jugend des VfL Oldenburg beim Tabellenletzten SV Fortuna Neubrandenburg geschlagen geben. Eine unerwartete Niederlage, die das Team von Trainer Torsten Feickert im Rennen um die Viertelfinalplätze zurückwirft.

Verstärkter Gegner überrascht den VfL

Die Gastgeberinnen zeigten sich deutlich stärker als ihre bisherige Bilanz vermuten ließ. „Die früheren Ergebnisse von Neubrandenburg spiegeln nicht ganz die Leistungsfähigkeit der Mannschaft wider. Im Vergleich zu den letzten Spielen haben sie mit Spielerinnen aus Schwerin nachgelegt – zwei Junioren-Nationalspielerinnen auf Rückraum rechts und Linksaußen“, erklärt Feickert. Während der VfL Mikkeline Oetjen ans Bundesligateam abgeben musste, konnte Neubrandenburg aus anderen Drittligamannschaften Verstärkung holen. „Hier in Mecklenburg-Vorpommern ist das möglich, weil sie das gut organisiert haben.“

Rückstand eskaliert in Halbzeit zwei

Früh lag der VfL hinten, hielt den Abstand in den ersten vierzig Minuten aber bei fünf bis sechs Toren. Dann zogen die Gastgeberinnen davon – beim Stand von 29:19 betrug der Rückstand erstmals zehn Tore. Näher als acht Treffer kam der VfL nicht mehr heran.

Feickert benennt die Schwächen klar: „Wir haben heute defensiv keinen Zugriff auf die beiden Schlüsselspielerinnen bekommen und waren im Rückzug nicht gut. Außerdem hatten wir etliche Fang- und Passfehler ohne Gegnerdruck. Mit Gegnerdruck akzeptiere ich das, aber ohne nicht. Dadurch kriegen wir keinen Spielfluss hin.“

Viertelfinale bleibt das Ziel

Abgehakt ist die Saison noch lange nicht. „Das Ergebnis müssen wir erstmal verdauen. Aber es ist noch alles offen. Wir haben jetzt 6:8 Punkte, der Zweite hat 8:6 – wobei der direkte Vergleich für uns spricht. Also haben wir es selbst in der Hand: Drei Spiele noch, zwei davon müssen wir gewinnen“, rechnet Feickert vor.

Am Samstag wartet das nächste Spiel gegen Handewitt. Der Fokus diese Woche: „An Fangen und Passen arbeiten.“